VFRplan › Handbuch › Kapitel 13
Übungsmodus für Flugschüler
Kapitel 13 von 16 · Stand: 29.10.2026
Im Übungsmodus rechnest du selbst. Die Planung vergleicht deine Ergebnisse. Ihre eigenen Ergebnisse bleiben ausgeblendet, bis du „Lösung zeigen“ wählst. Hast du einen Zwischenwert falsch abgelesen und richtig weitergerechnet, zählt der Vergleich das als Folgefehler. Gedacht für die Ausbildung und zum Auffrischen.
Übung starten und rechnen
Ablesen aus Handbuchdiagrammen lernst du durch Üben. Nach jedem Vergleich siehst du, welcher Wert stimmt.
- Plane wie gewohnt: Flugzeug (am besten ein Muster mit digitalisierten Diagrammen), Route, Beladung, Wetter.
- Tippe in der Übersicht auf „Übungsmodus“. Über der Planung erscheint der gelb umrandete Kasten „ÜBUNG“. Kacheln, Balken, Rechenwege, Ablesepfade, Massensumme und Etappen sind ausgeblendet. An der Stelle der Bewertung steht ein Balken mit der Zahl der roten Grenzwerte und offenen Punkte, aber nicht, welche es sind. So sieht jeder, dass die Planung so nicht geflogen werden darf.
- 1 Lies die Vorgaben. Für jeden Start und jede Landung gibt es einen eigenen Block: Platz, Piste und Belag, Platzhöhe, OAT, QNH, Wind mit Gegenwindkomponente und dem Wert, der nach Sicherheitsprofil im Diagramm angesetzt wird, beim Start die Klappen, dazu die Seiten im Flughandbuch.
- 2 Trage deine Werte in der Reihenfolge der Rechenkette ein: Druckhöhe am Start, Startrollstrecke und Startstrecke über 15 m (Diagrammwert ohne Zuschläge), Druckhöhe Landung, optional Dichtehöhe Landung, Landestrecke über 15 m und (wenn das Handbuch ein eigenes Diagramm hat) Landerollstrecke, dann Startmasse, Schwerpunkt beim Start und Mindestkraftstoff der ersten Etappe.
- 3 Optional: Klappe „Zwischenwerte aus dem Diagramm“ auf und trage Referenzlinie und Wert nach Masse ein.
- 4 „Vergleichen“ bewertet jeden Wert als richtig, knapp daneben, Folgefehler oder falsch, jeweils mit Abweichung und Toleranz.
- 5 „Lösung zeigen“ blendet die Werte der Planung und alle Ergebnisse wieder ein. Den Rechenweg siehst du am Ablesepfad in der Start- oder Landekarte.
- 6 Die Zusammenfassung zählt richtige, knappe, falsche Werte und Folgefehler und nennt für jedes Diagramm die Endabweichung in Prozent gegenüber der richtigen Lösung. „Eingaben leeren“ beginnt neu, „Übung beenden“ schaltet zurück.
Der Übungsmodus ist nach dem Neuladen der Seite immer aus, damit niemand eine Planung mit ausgeblendeter Bewertung für echt hält. Deine Eingaben bleiben erhalten. Ein Punkt am Knopf „Übungsmodus“ zeigt, dass noch Werte der letzten Übung gespeichert sind.
Wählst du im Übungsmodus „Drucken“, kommt erst eine Rückfrage: „Übung beenden und drucken“ für den echten Flug oder „Mit Übungsblatt drucken“. Beim zweiten bleibt die Übung aktiv und das Übungsblatt ist angehakt. Der Ausdruck enthält in beiden Fällen die vollständige Bewertung.
Toleranzen und Folgefehler
Ablesen ist nie millimetergenau. Deshalb gilt für jeden Wert eine Toleranz.
- Toleranzen: Diagrammwerte ± 5 % (Ablesegenauigkeit), Masse ± 1 %, Schwerpunkt ± 0,5 cm, Druckhöhe ± 50 ft, Dichtehöhe ± 100 ft, Kraftstoff ± 5 %.
- Richtig innerhalb der Toleranz, knapp bis zur doppelten Toleranz, darüber falsch.
- Folgefehler: Hast du einen Zwischenwert falsch abgelesen, aber damit richtig weitergerechnet, bewertet VFRplan die folgende Stufe mit deinem eigenen Zwischenwert. Das gilt schon ab der Druckhöhe: Liest du die Referenzlinie mit deiner (falschen) Druckhöhe richtig ab, lautet das Urteil „Folgefehler aus Druckhöhe, richtig weitergerechnet“.
- Am Endergebnis steht trotzdem, wie weit es von der richtigen Lösung abweicht, zum Beispiel „Ergebnis +27,0 % gegenüber der richtigen Lösung. Ursache: Druckhöhe am Start 3.000 ft statt 911 ft“. Ein Folgefehler ist richtig gerechnet, das Ergebnis ist trotzdem für den Flug unbrauchbar.
Typische Fehler
- Zuschläge schon aufgeschlagen: Gefragt ist der Diagrammwert laut Handbuch, ohne Sicherheitsprofil, Belag und Steigung.
- Den vollen Gegenwind angesetzt, obwohl das Sicherheitsprofil nur die Hälfte anrechnet. Die Vorgaben nennen den angesetzten Wert.
Einsatz im Unterricht
Als Fluglehrer stellst du mit einer Planung eine vollständige Übungsaufgabe und siehst hinterher, an welchem Wert der Fehler beginnt.
- Andere Bedingungen: Über Startzeit, Wetterquelle oder manuelle OAT, QNH und Wind, Pistenwahl, Belag und Gefälle in der Start- oder Landekarte baust du Varianten, etwa für einen heißen Sommertag, Rückenwind oder eine Graspiste.
- Aufgabe stellen: Plane eine Strecke mit Startzeit und Beladung, wähle unter „Strecke teilen“ die Blöcke (etwa „Alles für den Fluglehrer auswählen“) und hake „Übungsbedingungen“ an. Damit gehen deine Werte von Hand, Piste, Belag, Gefälle, Sicherheitsprofil und Flugart mit (ohne Namen). Erst „Code erstellen“ erzeugt den Code (Kapitel 12). Der Schüler öffnet ihn, übernimmt die Übungsbedingungen und startet den Übungsmodus. Die Vereinsvorgaben gelten weiter: Statt eines für Schulflüge nicht vorgesehenen Sicherheitsprofils gilt das Vereinsprofil.
- Nachweis: Im Fenster „Drucken“ lässt sich das Übungsblatt anhaken (nur A4, nur mit Einträgen). Es enthält die eigenen Werte des Schülers mit Vergleich.
- Besprechung: „Lösung zeigen“ und die Briefing-Ansicht mit aufgeklapptem Ablesepfad eignen sich für den Beamer.
Die Eingaben des Schülers bleiben nur in diesem Browser. Sie stehen weder in der Routendatei noch in einem geteilten Code. Geteilt werden nur die Übungsbedingungen des Fluglehrers.